< Zurück zur Übersicht


19.09.2013

Rund 95 Prozent der in Deutschland produzierten Pellets sind ENplus-Qualitätsbrennstoff

Über 100 deutsche Pelletproduzenten und Händler sind ENplus-zertifiziert

Das an Pelletproduzenten und Händler vergebene ENplus-Zertifikat erweist sich seit seiner Einführung 2009 als Erfolgsgeschichte. Rund 95 Prozent der in Deutschland produzierten Holzpellets werden mittlerweile nach diesen strengen Vorgaben hergestellt. Das Deutsche Pelletinstitut (DEPI) schätzt, dass rund die Hälfte der gehandelten Pellets das Qualitätssiegel trägt. Bereits 26 Produzenten an über 30 Standorten sowie 75 Händler mit rund 200 Verkaufsstellen bieten den hochwertigen Brennstoff an. Aktuell überreichte DEPI-Geschäftsführer Martin Bentele dem 100. ENplus-Nutzer Markus Mann, Geschäftsführer der Fa. Westerwälder Holzpellets, symbolisch das ENplus-Zeichen auf 4.100 Meter Höhe vor dem Alpengipfel des Bishorns mit den Worten: „Wir wollen mit ENplus noch hoch hinaus!“ Als künftige Herausforderung stellen sich dabei vor allem der zunehmend internationale Markt und die daraus resultierenden Qualitätsanforderungen dar.

Das Zertifizierungssystem ENplus hat sich mittlerweile europaweit als Nachweis für die Produktion hochwertiger Holzpellets und deren Anlieferung durch qualifizierte Händler etabliert. Nun wurde in Deutschland der 100. ENplus-Nutzer zertifiziert. Anhand individueller Identifikationsnummern jedes Produzenten und Händlers sind Herkunft und Weg der Holzpellets nachvollziehbar. „Mit ENplus kann erstmals durch ein Zeichen von der Produktion bis zur Anlieferung beim Heizungsbetreiber durchgängig der Qualitätsstandard nachgewiesen werden. Der Erfolg des Zertifizierungssystems ENplus innerhalb kürzester Zeit zeigt, wie hoch der Stellenwert einer Qualitätsprüfung für Pelletproduzenten, Händler und Verbraucher gleichermaßen ist“, so DEPI-Geschäftsführer Bentele.

Bevorratung und richtige Lagerung entscheidende Qualitätskriterien
Im Sinne des bestmöglichen Qualitätsstandards wird das DEPI künftig monatlich die Pellethändler nach dem Qualitätskriterium „Bevorratung“ befragen. „ENplus-Händler sollten nicht nur bei der Belieferung besonderen Ansprüchen genügen, sondern auch bei der Bevorratung vor der Heizsaison eine Sicherheitsreserve aufweisen“, betont Bentele. Denn auch kurze Wege vom Händler in den Vorratsraum des Heizungsbetreibers sind entscheidend für qualitativ hochwertige Holzpellets. Gleichermaßen ist die Funktionalität des Pelletlagers beim Verbraucher ein wesentlicher Faktor: Nur wenn die wichtigsten mechanischen und physikalischen Vorgaben eingehalten werden, sind Pelletqualität und Sicherheit bei der Lagerung rundum gewährleistet. Als Grundlage dient die Neuauflage der Lagerraumbroschüre des Deutschen Energieholz- und Pelletverbands (DEPV), die ab Ende September 2013 erhältlich sein wird.

Weltweite Verbrauchersicherheit durch ENplus
Vor dem Hintergrund zunehmender Internationalisierung des Pellethandels wird Pelletqualität durch das ENplus-Zeichen auch weltweit vergleichbar. Zwar ist Deutschland weiterhin Nettoexporteur von Holzpellets, jedoch stieg laut Statistischem Bundesamt (DESTATIS) der Importanteil 2013 gegenüber 2012 um 22 Prozent an. „Um dem Verbraucher hier im Land weiterhin gesicherte Qualität und damit ein reibungslos funktionierendes Heizsystem anzubieten, brauchen wir mit ENplus ein international funktionierendes Zertifizierungssystem“, so Bentele. Bereits in zehn europäischen Ländern sowie in Kanada wird das ENplus-Siegel von 95 Produzenten und rund 120 Händlern über die nationalen Pelletverbände genutzt. Gebündelt wird die Zeichennutzung beim European Pellet Council (EPC), der internationalen Vereinigung der Pelletverbände, die beim europäischen Biomasseverband AEBIOM angesiedelt ist. „Die durch ENplus garantierte Pelletqualität ist maßgeblich dafür verantwortlich, dass das Heizen mit Holzpellets in Deutschland beim Verbraucher so beliebt ist und mittlerweile Marktreife erlangt hat“, betont Bentele. „Damit nehmen wir auch international die Vorreiterrolle bei der Qualitätssicherung von Holzpellets ein.“


> Download Pressemitteilung PDF