Aufbau des Zertifizierungsprogramms

 

ENplus wurde 2010 durch das Deutsche Pelletinstitut (DEPI), einer 100-prozentigen Tochter des Deutschen Energieholz- und Pellet-Verbandes (DEPV) entwickelt und gemeinsam mit dem österreichischen Pelletverband proPellets Austria umgesetzt. Hintergrund war, dass zwar zu diesem Zeitpunkt die Pelletproduktion durch ein bereits existierendes Zertifizierungsprogramm überwacht werden konnte, aber nicht die qualitätskritische Lieferung der losen Holzpellets an die Verbraucher. Die mechanische Belastung der Pellets beim Einblasen erfordert einen fachgerecht arbeitenden und gut geschulten Pelletfahrer, um beispielsweise den Feinanteil möglichst gering zu halten.

Um einen europaweit verbindlichen Standard zu setzen, der den Austausch mit unseren Nachbarländern vereinfacht und so die Versorgungssicherheit erhöht, verlieh das DEPI dem European Pellet Council (EPC) mit Sitz in Brüssel das Recht, Lizenzen zur Umsetzung von ENplus in anderen Ländern an die dortigen Pelletverbände zu vergeben. Gleichzeitig hat der EPC die Aufgabe übernommen, durch den Aufbau eines internationalen Programmmanagements für eine harmonische Umsetzung zu sorgen und die Weiterentwicklung des Zertifizierungsprogramms zu organisieren.  

Die aktuelle Version 3.0 des ENplus-Handbuchs wurde im August 2015 veröffentlicht. Das Handbuch kann hier heruntergeladen werden. Die Überarbeitung wurde wegen der neuen Produktnorm ISO 17225-2 und der Anpassung an veränderte Bereitstellungketten und Geschäftsmodelle notwendig.

Derzeit sind über 220 Produzenten aus 32 Ländern und über 230 Händler aus 14 Länder ENplus-zertifiziert. 2014 wurden weltweit 6,5 Millionen Tonnen ENplus-Pellets produziert.