Über die Norm gehende Anforderungen im Überblick

 
Buchenwald
 
Die wichtigsten Eigenschaften von ENplus-Pellets
im Vergleich zur Produktnorm ISO 17225-2 auf einen Blick:
  • Ascheerweichungstemperatur: Dieser Wert beschreibt die Temperatur, bei der die Asche anfängt zu schmelzen. Kühlt die geschmolzene Asche ab, bildet sich Schlacke. Je nach Kesseltyp kann sich im Brennertopf Schlacke sammeln und den Heizungsbetrieb stören. Die Ascheerweichungstemperatur ist nach der Norm ISO 17225-2 nur optional anzugeben, wird bei der ENplus-Zertifizierung jedoch verpflichtend gefordert und überprüft.
  • Strenge Anforderungen an Feinanteil bei Sackware: In Pelletsäcken darf der Feinanteil maximal 0,5 % betragen. Die Norm sieht einen Maximalwert von 1 % Feinanteil vor.
  • Mechanische Festigkeit: Dies beschreibt die Widerstandskraft der Pellets gegen mechanische Belastungen, wie sie beim Umschlag, Sieben und Einblasen auftreten. Ein hoher Wert mindert Pelletbruch und Staubbildung. Er wirkt sich positiv auf die Längenverteilung der Pellets und damit auf das Brandverhalten in der Feuerung aus. ENplus  hat den Wert bei der Qualitätsklasse ENplus A1 um 0,5 Prozent auf 98,0 Prozent erhöht.
  • Verladetemperatur der Pellets: ENplus begrenzt die zulässige Pellettemperatur bei der Beladung von Fahrzeugen auf 40 Grad Celsius. Damit wird die Geruchsbildung und Ausgasung der Pellets gemildert und ein Aufquellen der Pellets durch Wasseraufnahme aus der sich langsam abkühlenden Umgebungsluft nach der Lieferung verhindert.
 
Eigenschaft Einheit ENplus A1 ENplus A2 ENplus B
Durchmesser mm 6 ± 1 oder 8 ± 1
Länge mm 3,15 < L ≤ 40 d)
Wassergehalt m-% b) ≤ 10
Aschegehalt m-% c) ≤ 0,7 ≤ 1,2 ≤ 2,0
Mechanische Festigkeit m-% b) ≥ 98,0 ≥ 97,5
Feinanteil (< 3,15 mm) m-% b) ≤ 1,0 e) (≤ 0,5 f))
Ladetemperatur der Pellets °C ≤ 40 g)
Heizwert Hu kWh/kg b) ≥ 4,6 h)
Schüttdichte kg/m3 b) 600 ≤ Schüttdichte ≤ 750
Additive m-% b) ≤ 2 i)
Ascheerweichungstemperatur a) oC ≥ 1.200 ≥ 1.100
a) Asche wird bei 815 °C hergestellt.
b) Im Anlieferungszustand.
d) Maximal 1 % der Pellets darf zwischen 40 und 45 mm lang sein. Kein Pellet darf länger als 45 mm sein.
e) Am Werkstor oder bei der Beladung von Fahrzeugen für die Auslieferung an Verbraucher.
f) Beim Befüllen von Pelletsäcken oder versiegelten Big Bags.
g) Bei der Beladung von Fahrzeugen für die Auslieferung an Verbraucher.
h) Entspricht 16,5 MJ/kg.
i) Die Menge der Additive in der Produktion ist auf 1,8 m-% beschränkt, die Menge der Additive, die nach der Produktion eingesetzt werden (z. B. Beschichtungsöle), ist auf 0,2 m-% beschränkt.

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