Qualitätssicherung

 

Zertifizierte Dienstleistungsanbieter müssen ein System zur Eigenüberwachung der Pelletqualität in Lagern und Absackanlagen etablieren. Die Testmethoden können von den in ISO 17225-2 genannten abweichen. Alle Testmethoden müssen im Rahmen der jährlichen Inspektion durch Vergleichsmessungen verifiziert werden. Die Kontrollen sollen gemäß einem Überwachungsplan durchgeführt werden, die Durchführung und die Ergebnisse müssen dokumentiert werden.
Folgende Kontrollen müssen mindestens einmal pro Woche durchgeführt werden:

  • Sichtkontrolle der gelagerten Pellets

  • Kontrolle der Anlage zur Abscheidung des Feinanteils

  • Messung des Feinanteils bei der Verladung, um die Abscheideanlage zu kontrollieren

Absackanlagen müssen mindestens einmal pro Tag kontrolliert werden. Neben den oben genannten Kontrollen müssen die in folgender Tabelle aufgeführten Tests durchgeführt werden.

Anforderungen an die betriebsinterne Qualitätssicherung beim Betrieb von Absackanlagen
 

Parameter

Ort der Probenahme

Häufigkeit

Mechanische Festigkeit

Letztmöglicher Punkt nach Abscheidung des Feinanteils und vor der Absackung

Mindestens einmal pro Tag

Feinanteil

 
Die Analysen müssen unter Verwendung vom Auditor anerkannter Methoden durchgeführt werden. Im Falle von begründeten Zweifeln an der Pelletqualität kann die zuständige Zertifizierungsstelle häufigere oder zusätzliche Analysen anordnen.
Eine weitere Maßnahme zur Qualitätssicherung sind die Rückstellproben. Die Analyse einer Rückstellprobe durch ein gelistetes Prüflabor ist die Grundlage für die Entscheidung über qualitätsbezogene Beschwerden von Kunden (Geschäfts- und Endkunden).
Zertifizierte Unternehmen müssen bei jeder Beladung eines Lieferfahrzeugs eine Probe von mindestens 500 g nehmen. Bei weniger als drei Beladungen pro Ladestelle an einem Liefertag muss eine Gesamtprobe von mindestens 1,5 kg pro Ladestelle archiviert werden.

Rückstellproben müssen während des Beladungsvorgangs genommen werden, vorzugsweise aus dem fallenden Gut. Die Proben müssen für mindestens neun Monate unter geeigneten Bedingungen archiviert werden. Sie müssen versiegelt (z. B. unter Verwendung von Beuteln mit selbstverklebendem Verschluss) und mit den folgenden Informationen beschriftet werden: Ort der Probenahme, Datum, Qualitätsklasse (wenn es sich nicht um Klasse ENplus A1 handelt) und Kennzeichen des Transportfahrzeugs oder des Lieferscheins.