Qualitätssicherung

 

Zertifizierte Produzenten müssen regelmäßige betriebsinterne Qualitätssicherungsmaßnahmen gemäß der nachfolgenden Tabelle durchführen. Die Testmethoden können von den Referenzmethoden der ISO 17225-2 abweichen. Alle Testmethoden werden im Rahmen der jährlichen Inspektion durch Vergleichsmessungen verifiziert.
 

Mindestanforderungen an die betriebsinterne Qualitätssicherung

 

Parameter

Ort der Probenahme

Häufigkeit

Schüttdichte

Nach Produktion, vor Lagerung

n, mindestens einmal pro Schicht

Wassergehalt

Nach Produktion, vor Lagerung

n, mindestens einmal pro Schicht

Mechanische Festigkeit

Nach Produktion, vor Lagerung

n, mindestens einmal pro Schicht

Länge

Nach Produktion, vor Lagerung

n, mindestens einmal pro Schicht

Feinanteil

Letztmöglicher Punkt vor Auslieferung

n, mindestens einmal pro Schicht, nur an Tagen mit Auslieferung

 
Die Tests sollen in jeder Produktionsstätte mindestens einmal pro Schicht durchgeführt werden. Die Häufigkeit der Tests ist mit folgender Formel zu ermitteln:

n          = Anzahl der Proben in 24 Stunden
Tage     = jährliche Arbeitstage
Tonnen = jährliche Pelletproduktion in Tonnen

Beispiel: n = 10 / 220 * √50.000 / 10 = 3 Analysen in 24 Stunden

Im Falle von begründeten Zweifeln an der Pelletqualität kann die gelistete Inspektionsstelle oder die zuständige Zertifizierungsstelle häufigere oder zusätzliche Tests anordnen (z. B. Bestimmung des Aschegehalts, wenn Rohmaterial mit hohem Aschegehalt genutzt wird).

Die Analyse einer Rückstellprobe durch ein gelistetes Prüflabor ist die Grundlage für die Entscheidung über qualitätsbezogene Beschwerden von Kunden (Geschäfts- und Endkunden).

Zertifizierte Unternehmen müssen bei jeder Beladung eines Lieferfahrzeugs eine Probe von mindestens 500 g nehmen. Bei weniger als drei Beladungen pro Ladestelle an einem Liefertag muss eine Gesamtprobe von mindestens 1,5 kg pro Ladestelle archiviert werden. Rückstellproben müssen während des Beladungsvorgangs genommen und für mindestens neun Monate unter geeigneten Bedingungen archiviert werden. Sie müssen versiegelt (z. B. unter Verwendung von Beuteln mit selbstverklebendem Verschluss) und mit den folgenden Informationen beschriftet werden: Ort der Probenahme, Datum, Qualitätsklasse (wenn es sich nicht um Klasse ENplus A1 handelt) und Kennzeichen des Transportfahrzeugs oder des Lieferscheins.